Rezension: Krone der Welt von Sabine Weiß

Buchdetails
Aktuelle Ausgabe
ISBN: 9783404183074
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Flexibler Einband
Umfang: 688 Seiten
Verlag: Lübbe
Erscheinungsdatum: 21.12.2020

3,5 von 5 Sternen

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom Lübbe Verlag über bloggerjury.de erhalten. Rezensionsexemplare beeinflussen meine eigene Meinung nicht!

Inhalt/Klappentext
Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?

Schreibstil/Handlungsverlauf
Der Schreibstil empfand ich typisch für einen historischen Roman. Es fühlte sich an, als wäre man im altertümlichen Amsterdam. Es gab viele alte Begriffe in dem Buch, die am Ende des Buches aufgelistet sind. Diese wurden passend eingestreut und haben meinen Lesefluss nicht gestört.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Sichten erzählt, sodass man verschiedenen Einblicke in die Leben der verschiedenen Figuren sowie in die geschichtlichen Entwicklungen.
Die Story an sich hat mir gefallen, aber leider wurde mir Vincents Entwicklung etwas zu viel behandelt. Stellenweise war dies doch sehr langweilig, weil sich vieles wiederholt hat. In diesem Punkt hätte ich mir gewünscht, dass man mehr aus Ruben oder Betjes Leben behandelt wird.
Auch die Passagen, wo es um den Krieg sowie Machtkämpfe um die Krone fand ich etwas anstrengend, weil sie mich nicht sonderlich interessiert haben.
Was mir sehr gefallen hat, war die Entwicklung von Amsterdam. Und die Architektur. Immer wenn es um diese Themen ging, war ich angefixt. Davon hätte gerne viel mehr gelesen.
Das Ende ist recht offen gehalten und es ist noch Raum da für einen weiteren Teil rund um Vincent, Ruben und Betje. Oder ein Buch rund um ihre Kinder wäre auch möglich.

Charaktere
Die drei Geschwister Vincent, Ruben und Bejte haben wir gefallen. Aber das Buch hat leider dafür gesorgt, dass man Ruben die meiste Zeit als unsympathisch fand. Das fand ich schade, besonders weil ich das Gefühl hatte, dass sein Leben durchaus spannend ist.
Vincent empfand ich schon als sympathisch, aber manchmal auch recht langweilig. Er hatte seinen Traum, aber oft war dies auch nur seine ganze Persönlichkeit.
Bejte war ein netter Charakter, der aber nicht viel Raum für ihre Entwicklung bekommen hat. Ähnlich wie bei Ruben hätte man ihr ruhig mehr Seiten geben können. Besonders zum Ende hin wurde sie einfach nur erwähnt und hatte keine wirklich Rolle mehr im Buch.
Bei den Nebencharakteren gab einige spannende Figuren und andere Figuren, die ich gar nicht leiden konnte. Der augenscheinliche Bösewicht war auch sehr unangenehm und ich habe ihm nur das Schlechteste gewünscht.

Eigene Meinung
Ich lese gerne Bücher über verschiedene Personen und deren Leben. Man kann das Buch gut lesen, aber ich hätte mir gewünscht, dass alle Geschwister gleich viel Aufmerksamkeit bekommen. Stellenweise wurde das Buch dadurch etwas langweilig, weil nicht viel anderes passiert ist.
Das Thema Architektur hat mir unglaublich gut gefallen, weil ich alte Architektur richtig spannend finde. Daher war sehr begeistert, dass dieses Thema gewählt wurde.

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