Rezension: Der Traumwandler – Arkanas Ruf von Melanie Strohmaier

Buchdetails
Aktuelle Ausgabe
ISBN: 9783964780232
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Flexibler Einband
Umfang: 356 Seiten
Verlag: SadWolf Verlag
Erscheinungsdatum: 20.08.2020

4 von 5 Sternen

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar vom SadWolf Verlag erhalten. Ich habe das Ebook gelesen.
Rezensionsexemplare beeinflussen nicht meine eigene Meinung!

Inhalt/Klappentext
Können Klarträume zur Realität werden?
Diese Frage muss sich Asra stellen, als sie in einem Traum durch eine geheimnisvolle Tür tritt. Sie findet sich in Arkana wieder, einem Land voller Magie. Aus Leichtsinn schließt sie einen Pakt mit dem Anführer einer Diebesbande. Nun muss sie ihr Leben als Studentin und die Abenteuer im Traum in Einklang bringen. Arkana hat unwiderruflich seine Widerhaken in ihr Herz gebohrt. Nie war es schwerer, dem süßen Ruf der Dunkelheit zu widerstehen – vielleicht ist diesmal nicht der Bösewicht der gefährlichste Gegner, sondern das eigene Herz.

Schreibstil/Handlungsverlauf
Der Schreibstil des Buches ist einfach wunderbar. Er ist so toll und bildhaft, dass man die meiste Zeit das Gefühl hatte direkt in der Geschichte zu sein. Arkana ist eine tolle Welt, die ich mir immer gut vorstellen konnte. Ich mochte die Gebietsaufteilung. Es gibt u.a. eine Wüstenlandschaft.
Auch die Beschreibung der Charaktere war sehr toll, weil ich ein sehr genaues Bild von ihnen vor Augen hatte.
Die Geschichte des Buches ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Einmal Asras Leben in der realen Welt und ihre Abenteuer im Traum.
Die Story in Arkana fand ich ein wenig besser, weil es dort spannender zu ging.
Am Anfang von jedem Kapitel werden Asras Gedanken aufgeführt, was auch sehr interessant zu lesen war.

Im Storyteil in Arkana gab es die meiste Zeit immer sehr viel Action, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist eine Mischung aus Zelda, Fantasy-RPG und Indiana Jones. Oft geht es darum einen bestimmten Gegenstand zu finden und um ihn zu finden, muss man eine Rätsel und Hindernisse überwinden.
Man lernt auch Arkana und dessen Gepflogenheiten besser kennen und man fragt sich die ganze Zeit, welche Rolle Asra am Ende spielen wird. Immerhin gibt es ein paar Hinweise, dass sie besonders ist.
Bei den Aufgaben rund um die Gegenstände hätte ich mir manchmal noch mehr Probleme gewünscht oder sogar vielleicht einmal ein Scheitern. Und ich hoffe auch, dass aufgeklärt wird, warum Asra immer den perfekten Moment erwischt um nach Arkana zu kommen und warum sie auch immer am richtigen Ort auftaucht.
Asras‘ reale Leben abseits ihrer Träume hat mir auch gefallen, weil hier darum ging, dass sie noch etwas ihren Platz im Leben finden muss. In der Uni ist sie eher der Außenseiter und wird oft auch von den anderen Mädchen in ihrem Kurs gemobbt. Aber irgendwann stellt sich Asra ihren Mobbern, und das fand ich sehr gut.
Es hat mir gefallen, dass es auch viele interessante Informationen zum Thema Fotografie gab.

Das Ende war gemein. Im ersten Moment war ich geschockt von dem Cliffhänger, weil ich nicht wollte, dass das Buch jetzt endet, weil es so richtig spannend wurde. Im zweiten Moment mochte ich den Cliffhänger nicht, weil mir nicht ganz logisch erschient. Aber ich muss unbedingt wissen, wie es weiter geht, weil das Ende einiges verändern kann.

Charaktere
Asra habe ich vom ersten Moment ins Herz geschlossen. Sie ist kreativ und auf keinen Fall auf den Mund gefallen. Ich mochte ihren Sarkasmus, den sie öfter mal an den Tag legt.
Beim Lesen hat man das Gefühl, dass Asra zwei Persönlichkeiten hat. In Arkana ist viel selbstbewusster und mutiger als in ihrem normalen Leben. Ich würde mir wünschen, wenn sie dieses Selbstbewusstsein auf ihr normales Leben übertragen kann.
Was mich ein wenig gestört hat, war die Tatsache, dass die Männer sich um sie reißen, obwohl sie selbst immer sagt, sie wäre so unsichtbar. Das ist halt einfach so ein New Adult Klischee.

Ein Charakter der beim Lesen direkt im Gedächtnis bleibt, ist auf jeden Fall Petrichor. Er ist ein spannender Charakter, den ich die meiste Zeit unsympathisch fand. Er ist ein Arsch, der verlangt, dass man ihm folgt ohne Nachfragen. Ich war manchmal echt geschockt über seinen Entscheidungen und Gedanken.
Man merkt aber, dass er einen komplexen Charakter hat und ich bin gespannt, was da noch von ihm kommt.

Das genau Gegenteil zu Petrichor ist Adrian, der Mitstudent von Asra. Im ersten Moment denkt man auch, dass er typische reiche Mobber ist. Aber je mehr an ihn kennenlernt, desto sympathischer wird er. Er ist ein toller Kerl von dem ich mehr lesen will.

Auch die Nebencharaktere haben wir sehr gefallen. Besonders die Crew rund um Petrichor. Jeder von ihnen hat sein Päckchen zu tragen und müssen mit ihrem neuen Leben klar kommen. Bei ihnen hoffe ich auch mehr zu erfahren.

Eigene Meinung
Der Traumwandler war ein toller Reihenauftakt mit tollen Charakteren und spannenden neuen Welt. Ich würde immer wieder zurück nach Arkana wollen.
Das Buch ist ein spannendes Abenteuer mit Magie, Action und Kämpfen.
Der Schreibstil ist ein Traum und ich freue mich auf die Fortsetzung, weil ich wissen will, wie es weiter geht.

Asra fand ich richtig toll als Protagonistin. Ich finde es sollte mehr solcher Protagonistin*innen geben.
Also die alternativen, nicht gepassten Außenseiter. Davon will ich mehr lesen, weil ich mich gut mit ihnen identifizieren kann.

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