Rezension – Das Labyrinth des Fauns von Cornelia Funke

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Buchdetails
Aktuelle Ausgabe
ISBN: 9783737356664
Sprache: Deutsch
Ausgabe: Fester Einband
Umfang: 320 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer
Erscheinungsdatum: 02.07.2019

4 von 5 Sternen
Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar von Netgalley und vom Fischer Sauerländer Verlag erhalten.

Rezensionsexemplare beeinflussen meine eigene Meinung nicht!
Ich habe das Ebook gelesen.

 

 

Inhalt/Klappentext
Spanien, 1944: Ofelia zieht mit ihrer Mutter in die Berge, wo ihr neuer Stiefvater mit seiner Truppe stationiert ist. Der dichte Wald, der ihr neues Zuhause umgibt, wird für Ofelia zur Zufluchtsstätte vor ihrem unbarmherzigen Stiefvater: ein Königreich voller verzauberter Orte und magischer Wesen.
Ein geheimnisvoller Faun stellt dem Mädchen drei Aufgaben. Besteht sie diese, ist sie die lang gesuchte Prinzessin des Reiches. Immer tiefer wird Ofelia in eine phantastische Welt hineingezogen, die wundervoll ist und grausam zugleich. Kann Unschuld über das Böse siegen?

 

Schreibstil/Storyverlauf
Den Schreibstil von Cornelia Funke mochte ich persönlich schon immer gerne und so war es auch in diesem Buch.
Es gab eine Mischung aus märchenhaften Beschreibungen und nüchterner Brutalität.
Das Buch wird auf mehreren Sichtweisen erzählt. Zusätzlich gibt es einzelne Zwischenkapitel, die wie Märchen aufgebaut sind. Nur blieb dort immer die Frage, sind es Märchen oder eine fantasievolle Beschreibung der Vergangenheit.
Es gibt einige Stellen, die wirklich sehr grausam und blutig waren, die sicherlich nicht für jeden Leser etwas sind.
Das Buch hat zwei Handlungen, die sich immer wieder überschneiden. Einmal Ofelias Begegnungen mit dem Faun und ihren Aufgaben und den Feldzug von ihrem Stiefvater, der Rebellen verfolgt.

Die beiden Parts könnten unterschiedlicher sein. Während der Part von Ofelia voller kindlicher Fantasie ist, ist die Welt von Vidal grausam und kalt.

 

Charaktere
Ofelia hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein Mädchen mit viel Fantasie und Begeisterung zu Büchern. Sie war in den Büchern der naive gute Part. Beim Lesen hatte ich immer das Gefühl sie beschützen zu wollen.
Vidal, der Stiefvater von Ofelia ist im Grunde das genaue Gegenteil von ihr. Er ist brutal, kalt und grausam. Es gibt keine Szene im Buch, wo man ihn nicht schrecklich finde. Er ist einfach das Böse und zeigt es immer wieder sehr deutlich.

Auch bei den Nebencharakteren gibt es nur Gut oder Böse. Es gibt keine Charaktere, die sich in einer Grauzone befinden.

 
Meine Meinung
Das Buch hat mir trotz seines Gewaltanteiles sehr gut gefallen. Nur hatte ich beim Lesen manchmal das Gefühl, dass die Dinge, die Ofelia erlebt hat, nur in ihrer Fantasie passieren. Als Flucht aus ihrem tristen Alltag.

Auch hätte ich mir mehr von dem Labyrinth und dem Faun gewünscht. Schließlich ist es auch der Titel des Buches.
Da ich den Film nicht gesehen habe, kann ich hier keine Vergleiche ziehen.
Das Buch ist aber auf keinen Fall für Kinder geeignet, auch wenn es von Cornelia Funke stammt. Die Gewalt, die in diesem Buch vorkommt, ist schon sehr detailliert und wird sicherlich einige Leser abschrecken.
Die Illustrationen im Buch sind richtige Hingucker und ich denke in der Hardcover Ausgabe sicherlich noch schöner als im Ebook.

 

 

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